Vortragsreihe über Schmerzen vom 12. März bis Samstag 17. März 2018 im UniversitätsSpital Zürich

BrainFair Zürich 2018: Schmerz

Montag, 12. März bis Samstag, 17. März 2018

UniversiätsSpital Zürich

http://www.brainfair.uzh.ch/de/Programm.html


Schmerzen sind der wohl häufigste Grund für den Besuch beim Hausarzt. Dieses lebenswichtige Warnsignal des Körpers stellt eine subjektive und damit individuell sehr unterschiedliche Sinneswahrnehmung dar, deren Intensität von unangenehm bis zu unerträglich reichen kann. Wird der Schmerz jedoch zu einem chronischen Zustand, geht die Funktion des Warnens verloren und die Lebensqualität wird wesentlich beeinträchtigt. Immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft leiden unter chronischen Schmerzen, die mittlerweile als ein eigenständiges Krankheitsbild anerkannt sind und entsprechend behandelt werden. Die BrainFair 2018 beleuchtet das Thema Schmerz aus verschiedenen Blickwinkeln und zeigt auf, wie und warum Schmerz entsteht und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Im Rahmen von Vorträgen und Diskussionsforen werden nicht nur körperliche, sondern auch mentale und seelische Schmerzen angesprochen. Besuchen Sie die Veranstaltungen, erfahren Sie mehr über das Gehirn und den Schmerz und diskutieren Sie mit Expertinnen und Experten.

Es ist keine Anmeldung nötig. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Das Benefizkonzert in Olten - ein Erfolg!

CHor3 in Olten 31 Sängerinnen und Sänger, 3 Pianisten, 1 Dirigentin, 1’300 CHF Spende und glückliche Zuhörerinnen und Zuhörer - das ist das Resultat des Benefizkonzerts des CHor3, welches am 7. Mai in der Pauluskirche Olten zu Gunsten des Vereins ME/CFS Schweiz stattfand.

Nach einigen Erläuterungen zum Krankheitsbild ME/CFS der Vereins-Präsidentin Nicole Spillmann, präsentierte der Chor unter der Leitung von Sara geistliche Chorstücke diverser Stile. Besonders das Arrangement Amen/This little light hatte es dem Publikum angetan und begeisterte so sehr, dass der Eine oder Andere bei der erneuten Aufführung als Zugabe mitsang.

#MillionsMissing

Twitterbeitrag Sazzi91 Das Netzwerk MEAction organisierte für den 25. Mai 2016 unter dem Hashtag #MillionsMissing (übersetzt etwa: Millionen werden vermisst) einen globalen Protest, um auf die Millionen Menschen hinzuweisen, welche an ME/CFS erkrankt sind und darum nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen können und in ihren Familien, an den Arbeitsplätzen und im Sozialleben fehlen. Ebenso kritisierten sie die fehlenden Forschungsmittel und die unzähligen Ärzte, welche nicht oder nur ungenügend über ME/CFS informiert sind.

In 13 Städten (u.a. London, Seattle, Washington, Melbourne) wurden Protestaktionen druchgeführt. Alle, welche nicht in der Lage waren daran teilzunehmen, wurden aufgefordert, ein Paar Schuhe zu schicken oder ein Foto ihrer Schuhe in den sozialen Netzwerken zu posten. Über 100’000 Online-Beiträge kamen zusammen. Verantwortliche von MEAction trafen sich mit diversen Kongressabgeordneten, u.a. Senator John McCain.

Protestaktion MillionsMissing
Gespräche des MEAction mit Politikern

Kritik an PACE Trial und Forderung nach „Review“ der Studiendaten

Im Oktober 2015 veröffentlichte der Journalist David Tuller auf virology drei Artikel in denen er das methodische Vorgehen und die Resultate der britischen Studie „PACE“ heftig kritisierte. Die Urheber dieser Studie um T. Chalder und M. Sharpe kamen zum Schluss, dass CBT (Cognitive Behavioural Therapy) und GET (Graded Exercise Therapy) moderate Verbesserungen bei CFS-Patienten bewirken.

Die Enthüllungen über die Ungereimtheiten der Studie werfen inzwischen grosse Wellen, so dass Forschende international dazu aufrufen, dass die erhobenen Daten neu geprüft und analysiert werden sollen.


T. Chalder, M. Sharpe et al (2011): „Comparison of adaptive pacing therapy, cognitive behaviour therapy, graded exercise therapy, and specialist medical care for chronic fatigue syndrome (PACE): a randomised trial“, in: The Lancet.
Abstract und Volltext der Studie
Erster Artikel von David Tuller (21.10.2015)

1.9 % der 16-Jährigen leiden an CFS

Forscher der University of Bristol um Simon Collin untersuchten die Kohortenstudie „ALSPAC“ auf das Merkmal „längerandauernde Erschöpfung“ und kamen in Kombination mit Daten zu Schulabsenzen der Jugendlichen zum Schluss, dass 1,9 % der 16-Jährigen an CFS leiden.

S. Collin et al (2016): „Chronic Fatique Syndrome at Age 16 Years“, in: Pediatrics.

Abstract der Studie
Deutsche Pressemitteilung

Psychosomatische Leiden und IV-Rente: Bundesgericht ändert Rechtsprechung

Medienmitteilung des Bundesgerichts / Urteil vom 3. Juni 2015 (9C_492/2014)


Das Bundesgericht ändert seine Praxis zur Beurteilung des Anspruchs auf eine Invalidenrente wegen somatoformer Schmerzstörungen und vergleichbarer psychosomatischer Leiden. Die bisher geltende Vermutung, dass solche Leiden in der Regel mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbar sind, wird aufgegeben. Künftig ist in einem strukturierten Beweisverfahren das tatsächliche Leistungsvermögen betroffener Personen ergebnisoffen und einzelfallgerecht zu bewerten.

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